Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als mir mein Arzt das Wort Hashimoto erklärte. Ich saß da, sah die Blutwerte auf dem Bildschirm und hörte Worte wie „chronische Entzündung“ und „Autoimmunerkrankung“. Dann kam der Satz, der mir etwas Angst machte und viel Unsicherheit auslöste: „Ihr Körper greift sich selbst an.“ Ganz ehrlich, ich war etwas schockiert und fragte mich, was ich falsch gemacht hatte. Wie kann mein eigener Körper mein Feind sein? Das fühlte sich irgendwie falsch an und heute weiß ich, das war es auch: Dein Körper zerstört sich nicht selbst. Er tut immer sein Bestes, um dich zu schützen, auch wenn wir das manchmal nicht sofort merken.
Warum oft gesagt wird, dass der Körper sich selbst angreift
Viele schreiben oder sagen, bei Hashimoto greife das Immunsystem die Schilddrüse an. Klingt dramatisch, oder? Ich habe lange gedacht, mein Körper sei gegen mich. Aber das stimmt nicht.
In Wirklichkeit reagiert dein Immunsystem nur über. Es versucht, dich zu schützen, aber trifft dabei leider die Schilddrüse. Ich stelle mir das gern so vor: Wie ein übervorsichtiger Sicherheitsdienst, der ein bisschen zu streng kontrolliert – die Absicht ist gut, die Wirkung leider belastend.
Wieso man Hashimoto bekommt
Die Gründe sind meistens eine Mischung aus mehreren Faktoren. Bei mir war es sicher nicht nur eins, sondern mehrere Dinge zusammen. Aber so ganz genau kann man das meistens nie sagen. Was aber eine Rolle spielen kann sind folgende Punkte:
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Genetik: Hashimoto tritt in manchen Familien häufiger auf. Es kann nicht direkt vererbt werden, aber dennoch sind häufig Zusammenhänge erkennbar.
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Hormone: Frauen sind öfter betroffen. Hormonelle Schwankungen, auch durch Verhütungsmittel, können das Immunsystem sehr beeinflussen.
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Impfungen oder andere medizinische Eingriffe: Sie können das Immunsystem kurzzeitig aktivieren und in manchen Fällen eine Reaktion der Schilddrüse auslösen.
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Stress: Chronischer Stress spielt eine große Rolle und kann Schübe deutlich begünstigen.
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Infekte oder Umweltfaktoren: Viren oder Umweltbelastungen können ebenfalls Auslöser sein.
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Ernährung: Jod, Selen und Vitamin D sind wichtig. Fehlt etwas, kann das Risiko steigen.
Am Ende ist es fast immer ein Mix aus verschiedenen Faktoren. Dein Körper handelt immer aus bestem Wissen, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt.
Was genau ist Hashimoto eigentlich
Kurz gesagt: Hashimoto ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Sie steuert so vieles: Energie, Stoffwechsel, Stimmung, Haare, Haut. Bei mir fühlte es sich
monatelang an, als würde alles etwas langsamer laufen. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, ich hatte keine Lust auf nichts und mir war alles mehr oder weniger egal. Ich selbst hab es zu
Beginn gar nicht so sehr gemerkt, da die Symptome oft schleichend kommen. Meine Mum war dann diejenige, die merkete, dass irgendwas mit mir nicht stimmt. Als ich nicht einmal Lust und Energie
hatte mit ihr in die Stadt zum shoppen zu gehen ging sie mit mir zum Arzt.
Folgende Symptome können sehr typisch sein für Hashimoto.
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Dauerhafte Müdigkeit
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Gewichtszunahme ohne ersichtlichen Grund
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Konzentrationsprobleme, „Nebel im Kopf“
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Stimmungsschwankungen
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Haarausfall oder trockene Haut
- Unreine Haut
- keine Lust oder Energie irgendetwas zu unternehmen
Es ist oft schwer, Hashimoto sofort zu erkennen, weil die Symptome meist schleichend auftreten. Nur ein Arzt Besuch kann dir wirklich Aufschluss darüber geben.
Wie kann man Hashimoto feststellen
Hashimoto kann man anhand folgender Blutwerte fetstellen:
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TSH zeigt, wie stark die Schilddrüse angeregt wird - ist er zu hoch hast du eine Überfunktion - ist er zu niedrig hast du eine Unterfunktion
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fT3 und fT4 zeigen, wie aktiv sie tatsächlich ist
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Antikörper (TPO-AK, Tg-AK) weisen auf eine Autoimmunreaktion hin
Zusätzlich wurde ein Ultraschall gemacht, um Entzündungen oder Veränderungen der Schilddrüse zu erkennen.
Mein CRP-Wert war ebenfalls erhöht. Er zeigt, wie stark Entzündungen im Körper gerade aktiv sind. Heute weiß ich,
dass Ernährung, Stress und Schlaf diesen Wert stark beeinflussen können.
Oft ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Doch in manchen Fällen bist du im weiteren Verlauf bei einem Endokrinologen oder einem Nuklearmediziner besser aufgehoben. Sie sind Spezialisten auf
dem Gebiet und können dich meist besser beraten.
Welche Medikamente bei Hashimoto
Ich bekam L-Thyroxin. Ich erinnere mich noch, wie unsicher ich war, die erste Tablette zu nehmen. Doch nach ein paar Wochen merkte ich, wie der Nebel im Kopf verschwand und die Müdigkeit weniger wurde.
Die Dosierung muss regelmäßig angepasst werden. Medikamente heilen Hashimoto nicht, aber sie gleichen die Unterfunktion aus und helfen Dir, wieder einen normalen
Alltag führen zu können.
Wenn Du mehr wissen willst über die verschiedenen Blutwerte und Medikamente, wie bei Schilddrüsenerkrankunegn wichtig sind, lies gerne auch meinen Blog Beitrag zum Thema "Mein Weg mit Hashimoto und warum der TSH-Wert nicht alles über
deine Schilddrüse sagt". (Klick einfach auf den Text um den Beitrag zu öffnen).
Ernährung - mein persönlicher Gamechanger
Ernährung hat bei mir am meisten gebracht. Eine antientzündliche Ernährung ist das A und O bei Hashimto und kann deine Werte deutlich verbessern. Zucker,
Fertigprodukte, ungesunde Fetteal, all das erhöht Entzündungen im Körper, was bedeutet, dass dein Immunsystem noch viel mehr kämpfen muss. Als ich angefangen habe, frisch zu kochen, viel Gemüse,
gesunde Fette und Eiweiß zu essen, merkte ich deutlich den Unterschied. Auch Nahrungsergänzungsmittel können eine große Rolle spielen.
Ich erinnere mich noch genau, als ich wieder einmal beim Arzt saß und er mir meine Blutwerte zeigte und erstaungt fragte, was ich gemacht hätte, mein CRP Wert sei um ein vielfaches gesunken. Dann
erzähle ich ihm von meiner Ernährungsumstellung. Ich merkte schnell, dass er dem ganzen sehr skeptisch entgegentrat, was mir aber relativ egal war. Mein Körpergefühl und die verbesserten Werte
sprachen für sich.
Fazit: Dein Körper arbeitet immer für Dich! Unterstütze ihn so gut du kannst
Hashimoto heißt nicht, dass dein Körper gegen dich arbeitet. Er zeigt dir nur, wo genau er Hilfe braucht.
Mit Medikamenten, Ernährung, Lebensstil und Selbstfürsorge lässt sich die Erkrankung sehr gut kontrollieren und du kannst lernen deinen Körper zu unterstützen.
Ich habe gelernt, meinem Körper zu vertrauen. Er ist nicht mein Gegner, sondern mein Partner.
Dieses Vertrauen macht das Leben mit Hashimoto leichter, gelassener und oft sogar erfüllter.
Willst Du mehr wissen zu diesem Thema oder hast Interesse an einer persönlichen Ernährungsberatung zum Thema Hashimoto oder Schilddrüsenerkrankungen? Dann melde dich gerne bei mir!
Ich freu mich auf deine Nachricht!
Liebe Grüße
Juli

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